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 Betreff des Beitrags: Feste auf Darkover
 Beitrag Verfasst: 24.06.2012, 18:09 
Frühlingsgöttin
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Familienfeiern

Geburt
Selbstverständlich ist eine Kindesgeburt ein feierlicher Anlass, doch wird sie auf Darkover aufgrund der hohen Kindersterblichkeit nicht mit einem Fest begangen. Noch dazu kennen nur wenige Darkovaner überhaupt ihr Geburtsdatum. Stattdessen findet einige Tage später die Namensgebungsfeier statt. Nach der eigentlichen Geburt, bei der Telepathen ihre Frauen im Rapport unterstützen, gibt es häufig einen Umtrunk. Durch den Einfluss der Terraner haben sich einige der Tradition angenähert, auch am Geburtstag eine Kleinigkeit zu verschenken – sei es gemeinsame Zeit, eine Mahlzeit oder tatsächlich eine kleine Gabe.


Namensgebungsfeier
Die Namensgebungsfeier ist das erste große Ereignis im Leben eines Kindes und in etwa mit der terranischen Taufe zu vergleichen. Allerdings fehlt auf Darkover der religiöse Hintergrund. Einige Tage, manchmal auch wenige Wochen nach der Geburt – wenn davon ausgegangen werden kann, dass das Kind überlebt – wird der Säugling in einer feierlichen Zeremonie in den Kreis der Familie aufgenommen. Dort erhält das Kind auch offiziell seinen Namen, selbst wenn dieser häufig schon bei der Geburt festgelegt wurde. Die Namensgebung entspricht dem terranischen Geburtstag und wird jedes Jahr erneut mit gutem Essen und Geschenken gefeiert. An der Zahl der Namenstage (dem Äquivalent eines Geburtstags) misst man auch das Lebensalter eines Darkovaners.


Erwachsenwerden
Mit dem 15. Geburtstag zählt jeder Darkovaner als erwachsen und heiratsfähig. Jungen werden mit Vollendung des 15. Lebensjahrs dem Dorfvorsteher, in den Städten den Cortés und bei Adligen dem Comyn-Rat vorgestellt und fortan bei Rechten und Pflichten gleichermaßen als Männer behandelt. Bei den Mädchen bedeutet bereits die erste Monatsblutung den Abschied von der Kindheit. Zu diesem Anlass werden Mädchen die Haare abgeschnitten – manchmal regelrecht kurzgeschoren – und verbrannt. Erst wenn diese wieder eine ziemliche Länge erreicht haben (was bis zum 15. Geburtstag meist der Fall ist), darf die junge Frau verheiratet werden. Im Zeitalter des Chaos genügte schon die erste Blutung, um junge Mädchen zu verheiraten. Später änderte sich glücklicherweise diese Tradition.

Das Erwachsenwerden geht bei beiden Geschlechtern oft mit einer kleinen Feier einher, auf der kleine Geschenke verteilt werden. Jungen erhalten häufig ein Rasiermesser oder einige Utensilien, die ihnen während ihrer Kadettenzeit von Nutzen sein können. Jungen Frauen schenkt man etwas, das sie als künftige Ehefrau gebrauchen können. Ebenso ist es Brauch, dass alle Spielzeuge und Kinderkleider an jüngere Geschwister oder Kinder aus Haushalt und Nachbarschaft verschenkt werden. Häufig übernehmen die Heranwachsenden selbst diese Aufgabe.


Verlobung
Die meisten Verlobungen werden schon im Kindesalter von den Eltern arrangiert, dies trifft auf Adlige und Bürgerliche gleichermaßen zu. Vor allem im Adel ist es üblich, spätestens bis zum 15. Geburtstag des Kindes einen Partner auszuwählen und mit dessen Familie die Verträge zu verhandeln. Besonders bei Comyn können sich diese Verhandlungen über lange Zeit hinziehen, doch auch unter Bürgerlichen gibt es oft mündliche Absprachen über eine Mitgift, da nur wenige des Schreibens mächtig sind. Wer mit 20 Jahren noch immer nicht verheiratet ist, galt in früheren Zeiten als verrucht. Oft wurden Gerüchte in die Welt gesetzt, die Person sei ombredin oder menhiedris oder habe andere Makel wie Zeugungsunfähigkeit. Heutzutage wird eine späte Hochzeit immernoch missbilligt, doch haben sich die Ansichten ein wenig gelockert.

Eine große Verlobungsfeier gibt es selten. Meist wird sie in Anwesenheit einiger Zeugen oder der Eltern geschlossen. Beide (mehr oder weniger freiwillig) Heiratswilligen geloben, sich binnen eines Jahres zu vermählen. Nicht immer wird so lange bis zur Hochzeit gewartet. Solange beide noch keine Ehe führen, wohnen sie jedoch weiterhin bei ihren Familien – Treffen sind allerdings erlaubt, wenn auch nicht immer üblich. Sofern kein Ehevertrag unterschrieben wurde, lässt sich eine Verlobung einfach wieder lösen, auch wenn Rufschäden natürlich nie auszuschließen sind. Natürlich gibt es auch Liebeshochzeiten. Turmleute müssen lediglich die Zustimmung ihres Bewahrers erhalten, um sich verloben zu dürfen. Bei Bürgerlichen und Adligen wird die Erlaubnis der Väter eingeholt. Gildenschwestern, die einander zugetan sind, wenden sich an ihre Gildenmutter.


Hochzeit
Auf Darkover gibt es zwei Formen der Eheschließung: Die Hochzeit di Catenas sowie die Freipartnerehe. Eine dritte Variante, die aber natürlich eher der Freipartnerehe zugerechnet wird, besagt, dass man als verheiratet gilt, sobald man "Jahr und Tag" zusammenlebt. Während die Catenas-Ehe dem Adel vorbehalten ist, kann eine Freipartnerehe von allen Darkovanern eingegangen werden. Sie gilt sogar bei gleichgeschlechtlichen Paaren, was bei der Ehe di Catenas undenkbar wäre. Zieht einer der beiden Partner das eigene Geschlecht vor, gibt oft trotzdem eine Scheinhochzeit, nach der auch ein Kind gezeugt werden muss. Danach beschränkt sich eine solche Ehe auf die ehelichen Pflichten außerhalb des Schlafgemachs. So oder so wird erwartet, dass die Braut vor der Hochzeit noch Jungfrau ist. Bei dem Mann ist dieser Umstand unwichtig – oft wird sogar eher vom Gegenteil ausgegangen.

Die Nacht vor der Hochzeit verbringen die beiden Verlobten getrennt im Kreis von Verwandten und Freunden. Die Männer suchen gemeinsam Gasthäuser auf, stoßen auf den Bräutigam an und versuchen nicht selten, ihn zu einem Seitensprung zu überreden. Allerdings ist dazu zu sagen, dass es sich dabei um keine Sittenprüfung handelt, denn in vielen Fällen verbringt der Mann die Nacht tatsächlich mit einer anderen Frau. Die Männer geben dem werdenden Gatten auch allerhand Ratschläge zum Eheleben und dem Verhalten im Ehebett weiter. Bei den Frauen verhält es sich ähnlich, wenn auch etwas gemäßigter. Sie treffen sich zu einem gemeinsamen Essen im Hause und klären die Braut über allerhand sexuelle, jedoch auch allgemeine Dinge des Ehelebens auf.

Catenas-Ehe
Die Eheschließung di Catenas ist dem Adel vorbehalten. Bei dieser Eheform werden die Partner auch in die Stammbücher der jeweiligen Familien eingetragen. Je höher der Stand, desto größer fällt die Feier aus und desto mehr Gäste werden erwartet. Der Morgen beginnt damit, dass die Braut ein Brot backt, das vom Ehepaar später bei der Feier gemeinsam verzehrt wird. In den meisten Fällen richtet der Brautvater die Hochzeit aus und leitet auch die Trauzeremonie. Bei allzu großen Standesunterschieden, die aber eher selten vorkommen, kann auch der Vater des Bräutigams die Ausrichtung übernehmen. Bedeutsam ist, dass das Brautpaar an der Tafel nicht nebeneinander sitzt, sondern der Brautvater zwischen ihnen.

Nach dem Festessen, das oft von derben Witzen untermalt wird, werden die beiden Verlobten vom Brautvater getraut. Hierzu werden beiden die Catenas angelegt, kunstvoll verzierte Armreife aus Kupfer, die auf der Innenseite mit Gold überzogen sind. Die Frau trägt ihren Armreif am linken, der Mann den seinen am rechten Handgelenk. Solange die Ehe bestehen bleibt – was meist bis zum Tod der Fall ist – werden die Armreife nie wieder abgenommen. Mit rituellen Worten wird das Brautpaar vermählt. Dabei werden beide Reife erst ineinander verschlungen verschlossen, dann noch einmal getrennt – eine Geste, die von allen Verheirateten im Raum durch Aneinanderhalten ihrer Catenas imitiert wird. Danach folgt der erste Kuss der Eheleute – und wieder tun es ihnen alle anderen Paare gleich.

Bei der anschließenden Feier wird viel getanzt, doch im Gegensatz zur terranischen Hochzeit dürfen die Brautleute keinen einzigen Tanz miteinander teilen, da dies Unglück bringen soll. Dafür steht es der Braut nun frei, auch mit nicht-verwandten Männern zu tanzen. Am Ende des Festes steht das "Zu Bett Bringen". Dabei wird die Braut von einigen Frauen in ihr künftiges Schlafgemach geführt. Nach einem rituellen Schüren des Feuers wird sie in ein besonders durchsichtiges Nachtgewand gekleidet. Es heißt, dieses Gewand sei offenherziger als alles, was sie zuvor getragen hat oder je wieder tragen wird. Bevor die anderen Frauen die Braut wieder verlassen, bieten sie ihr in einigen Fällen ein leichtes Rauschmittel an, um die erste Nacht erträglicher zu machen. Schließlich begibt sich auch der Bräutigam zu Bett, um die Ehe zu vollziehen. In früheren Zeiten war dabei die ganze Familie anwesend und man zeigte am nächsten Morgen das oft blutbefleckte Laken. Dies ist heutzutage nicht mehr der Fall. In einigen konservativen Familien gilt die Ehe dennoch erst als vollzogen, wenn die Frau schwanger ist.

Freipartnerehe
Die Freipartnerehe ist die häufigste Eheform auf Darkover, auch wenn di Catenas Ehen größer gefeiert werden. Sie steht allen Bevölkerungsschichten offen und ist auch für gleichgeschlechtliche Partner gültig. Trotz adligen Blutes heiraten Turmarbeiter auch meist auf diese Art. Für eine Freipartnerehe sind eigentlich nur zwei Liebende vonnöten, auch wenn es in bürgerlichen Kreisen natürlich auch arrangierte Ehen gibt, die eher dem Vorbild der Adligen folgen. Beide Partner geloben sich, meist in Anwesenheit von Zeugen, die Treue. Dieser Schwur wird daraufhin von den Zeugen bestätigt. Gibt es in bürgerlichen Kreisen eine größere Hochzeitsfeier, wird sie ebenso wie im Adel meist vom Brautvater ausgerichtet, der dann auch die Brautleute vermählt. In den Türmen übernimmt der Bewahrer diese Aufgabe, bei den Entsagenden die Gildenmutter.

In den unterschiedlichen Teilen Darkovers haben sich unterschiedliche Traditionen durchgesetzt. Einige knüpfen einen Hochzeitsknoten, der vom Hochzeitspaar als Glücksbringer aufbewahrt wird. Andere tauschen ähnlich wie bei der Catenas-Ehe Ringe, Armreife oder Halsketten, dann aber meist aus Holz oder Horn. Doch alle folgen der einfachen Formel, "Heim, Bett und Herd" zu teilen. Dies bedeutet, dass die Braut dem Mann am Tag der Hochzeit einen Brotlaib backt, der später gemeinsam verzehrt wird und vor dem Teilen des Bettes – dem Vollzug der Ehe – rituell das Herdfeuer schürt. Das Besondere an der Freipartnerehe ist, dass sie wieder geschieden werden kann. Hierzu sind abermals nur das Brautpaar und die Zeugen vonnöten, die das Ehegelöbnis einvernehmlich wieder zurücknehmen.


Bestattung
Ebenso wie auf Terra gibt es auf Darkover Friedhöfe und Grüfte, doch werden die meisten Darkovaner anonym bestattet und erhalten keinen Grabstein oder Plakette mit ihrem Namen. Das Wichtigste ist jedoch, dass eine Beerdigung stattfindet und der Tote nicht einfach liegengelassen und so Aasfressern ausgesetzt ist. Entfällt die Möglichkeit, den Toten (angemessen oder am richtigen Ort) unter die Erde zu bringen, wird seine Leiche mit Steinen bedeckt. Noch seltener gibt es eine Feuerbestattung. Diese ist jedoch sehr kostspielig, da man die richtigen Öle zur vollständigen Verbrennung braucht und daher meist dem Adel oder den Türmen vorbehalten. Doch auch in Kriegs- und Seuchenzeiten wird statt auf ein Massengrab gelegentlich auf eine Massenverbrennung zurückgegriffen.

Wo genau ein Darkovaner bestattet wird, hängt von seiner Herkunft ab. Die Oberhäupter der Comyn und manchmal auch andere Mitglieder der Comyn-Familien werden traditionell in einem anonymen Grab in Rhu Fead, einer Grabstätte nahe Hali beigesetzt. Der Tote wird dabei von einem langen Trauerzug zur letzten Ruhe begleitet. Andere Adlige werden auf den Ländereien ihres Hauses auf einem Familienfriedhof oder in einer Familiengruft beerdigt. Dort finden sich auch manchmal bezeichnete Gräber. Auch die Türme haben eigene Friedhöfe oder gar unterirdische Gewölbe, in denen die Leronyn anonym bestattet werden, sofern sie nicht vor ihrem Tod den Kreis verlassen und zu ihrer Familie zurückkehren. Entsagende werden ebenfalls auf eigenem Grund bestattet. Selbst in Kriegszeiten achtete man darauf, die Schwestern nicht gemeinsam mit gefallenen Soldaten zu begraben. Auch für die Bürgerlichen gibt es Friedhöfe. Dort sind die meisten Gräber markiert, um Familienangehörige später wiederzufinden. In ländlicheren Gebieten oder in der Wildnis werden manchmal auch Landmarken wie Felsen oder Bäume genutzt.

An einer Bestattung nehmen grundsätzlich alle Verwandten, in Adelskreisen auch zahlreiche Vasallen sowie manchmal enge Freunde teil. In Zeiten des Krieges oder bei Familienfehden galt bei einem Todesfall in hohem Hause eine Waffenruhe, um den Verstorbenen angemessen begraben zu können. Bei der Beerdigung trägt jeder Anwesende eine Erinnerung an den Toten vor und schließt seine Rede mit den Worten ab: "Mögen diese Worte den Schmerz lindern" oder "Lass diese Erinnerung den Schmerz lindern".


Saisonales

Mittsommer
Das Mittsommerfest ist eine der beiden großen darkovanischen Sonnenwendfeiern und findet am 5. Aldones statt – genau zum Ende der Ratsversammlungen. Zu diesem Anlass wird auf Schloss Comyn der alljährliche Mittsommerball ausgerichtet, an dem Mitglieder aller Comyn- und Domyn-Familien teilnehmen. Oft wird der Mittsommerball genutzt, um wichtige gesellschaftliche Anlässe zu verkünden oder (bald) Verlobte miteinander bekannt zu machen. Nach Mitternacht, wenn die meisten Älteren den Ballsaal verlassen haben, wird aus dem Hochfest des Adels eine rauschende Feier – auf der trotz jugendlichen Übermuts aber dennoch die gesellschaftlichen Konventionen gelten. Außer dem Ball in Thendara werden auf Darkover noch einige andere Bälle ausgerichtet, meistens von den höheren Adelsfamilien, zu denen alle umliegenden Vasallen eingeladen werden.
Der Mittsommermorgen beginnt in allen Bevölkerungsschichten gleich: Darkovanische Mädchen und Frauen finden selbstgebastelte Mittsommerkörbe aus Stroh oder Papier vor ihrer Tür, die mit Blumen, Gebäck oder kleinen Geschenken gefüllt sind. Ein beliebtes Spiel ist es, zu erraten, welcher Korb von welchem Mann bzw. männlichen Verwandten stammt. Befindet sich in einem eine Dorilys, kommt dies einer Liebeserklärung gleich. Viele Frauen wählen eine der verschenkten Blüten und tragen sie zur abendlichen Feier. Fällt ihre Wahl auf die Dorilys, kann dies als Erwiderung der Liebe verstanden werden.

Das eigene Heim (oder die Gästezimmer auf Schloss Comyn) wird mit Strohschmuck und Blumen dekoriert. Am Abend gibt es für alle ein Festessen, das je nach Stand unterschiedlich groß ausfällt. Zuvor wird rituell die Ballade von Hastur und Cassilda vorgetragen, die sich im Wortlaut und in der Länge von Ort zu Ort stark unterscheiden kann. Auf den Familiensitzen übernimmt der höchstrangigste Mann diese Aufgabe, in den Türmen der Bewahrer (im Fall von Arilinn der Erste Techniker) und bei den Entsagenden die Gildenmutter. In Dörfern und Städten ist es der Familienvater oder Dorfvorsteher – abhängig davon, ob Mittsommer als Familien- oder Dorffest gefeiert wird.

Nach dem Essen wird aufgespielt und nach bester darkovanischer Tradition getanzt. Nicht selten – außer im Adel – finden sich zum Ende des Festes Paare für die Nacht. In den Türmen hat es sich sogar zu einer Art Brauch entwickelt, in der Festnacht das Lager miteinander zu teilen. Mehr noch wird dieser Sitte aber in der Mittwinternacht nachgekommen.


Mittwinter
Mittwinter, das zweite Sonnenwendfest, wird am 5. Zandru gefeiert und ist ein Fest der Gastfreundschaft und Dankbarkeit. Es entspricht dem Stellenwert des terranischen Weihnachts- oder Neujahrfestes. Durch den oft hoch liegenden Schnee ist es meist deutlich kleiner als sein sommerlicher Gegenpart, damit aber nicht weniger bedeutend. Auf einigen Familiensitzen der Adligen werden trotz der Witterung Bälle gefeiert – Tanzen hält ja bekanntlich warm. Üblicherweise lädt man viele Gäste ein, auch wenn vorher schon bekannt ist, dass nicht alle kommen werden. Diejenigen, die den strapazenreichen Weg auf sich nehmen, begrüßt man rituell mit den Worten: "Einen angenehmen Festtag und ein glückliches neues Jahr." Daraufhin erwidert der Gast; "Mein Jahr wird erhellt sein durch die Erinnerung an Eure Gastfreundschaft. Möge das Feuer Eures Herdes niemals kalt werden."

Am Abend findet ein Festmahl an einer reich mit Stroh und immergrünen Pflanzen geschmückten Tafel statt. Dazu gibt es einen Umtrunk aus einem rituellen silbernen Weinpokal, an dem meistens nur genippt wird, damit der Inhalt für alle reicht. Der Gastgeber spricht dazu Worte des Dankes und der Gemeinschaft an seine Gäste. Nach dem Essen werden oft – in allen Bevölkerungsschichten – kleine Geschenke ausgetauscht.

Bei Entsagenden, Bürgerlichen und Leronyn entfallen solche Reisen. Hier wird (zumindest zu Anfang) besinnlich im Kreise der Familie gefeiert und die Kälte mit Gewürzwein und Tanz aus den Knochen vertrieben. In vielen Gegenden steigert es sich aber mit späterer Stunde doch noch zu einer rauschenden Feier. Unter vielen Bürgerlichen und vor allem unter Turmleuten gibt es die Tradition, sich vor dem Ende des Festes einen Partner zu suchen, mit dem man die Nacht verbringt. Ein weiterer Weg, die Kälte zu überlisten.


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